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Luhmanns Systemtheorie aus dem Blickwinkel der objektiven Hermeneutik

 

In diesem Seminar geht es darum, Studierende mit der Architektur der Luhmann’schen Systemtheorie bekannt zu machen. Dies soll durch eine sequenzanalytische Rekonstruktion von zentralen Textpassagen aus Luhmanns Werk „Soziale Systeme“ geschehen, mit dem die Systemtheorie eigentlich beginnt, auch wenn es bereits zuvor zahlreiche Arbeiten von Luhmann gab, die die Systemtheorie in Einzelaspekten auf den Weg gebracht haben. Vorarbeiten, die Luhmann selbst als Vorlaufproduktion bezeichnet hat.

 

    1.   Einleitung: „Soziale Systeme“ (SozSys)  und „Die Gesell-

     schaft  der Gesellschaft“ (GdG)

2.  Architektur der Systemtheorie, hierzu SozSys S. 7-14 und GdG S.11-15

3.  Methodologisches, hierzu GdG S. 36-43

4.  System und Umwelt, hierzu  SozSys S. 242 ff. und GdG  S. 60 ff.

5.  Gesellschaftsbegriff, hierzu GdG S. 16 ff.

6.  Doppelte Kontingenz (SozSys S. 148 ff.), Erwartungs-Erwartung  und Methode der Sequenzanalyse

7.  Kommunikation und Handlung, hierzu SozSys S. 191 ff.

8.  Resümee

  

Primärliteratur

 

Luhmann, Niklas: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt am Main 1991, 4. Aufl. (urspr. 1984): Suhrkamp.

Ders.: Die Gesellschaft der Gesellschaft. Band 1 und 2. Frankfurt am Main 1998: Suhrkamp.

Ders.: Mensch und Gesellschaft, in: Luhmann, N. / Lenzen, D. (Hg.): Das Erziehungssystem der Gesellschaft. Frankfurt am Main 2002, S. 13-47.

 

 

Sekundärliteratur zu Luhmann

 

Baraldi, Claudio/Corsi, Giancarlo/Esposito, Elena: GLU. Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme. Frankfurt am Main 1999, 4. Aufl.: Suhrkamp.

Horster, Detlef: Niklas Luhmann. München 1997 (Beck); Jahraus, Oliver: Niklas Luhmann: Aufsätze und Reden. Stuttgart 2001: Reclam.

Kneer, Georg/Nassehi, Armin: Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme. Eine Einführung. München 2000, 4. Aufl.: Fink.

Krause, Detlef: Luhmann-Lexikon. Eine Einführung in das Gesamtwerk. Stuttgart 2001, 3. Aufl.: Lucius & Lucius.

Reese-Schäfer, Walter: Niklas Luhmann zur Einführung. Hamburg 2001, 4. Aufl.: Junius.

 

 

Literatur zur Sequenzanalyse der objektiven Hermeneutik

 

Oevermann, Ulrich: Kontroversen über sinnverstehende Soziologie. Einige wiederkehrende Probleme und Mißverständnisse in der Rezeption der „objektiven Hermeneutik“. In: Aufenanger, St. /Lenssen, M. (Hg.): Handlung und Sinnstruktur. Bedeutung und Anwendung der objektiven Hermeneutik. München 1986: Kindt, S. 19-83.

Ders.: Die Methode der Fallrekonstruktion in der Grundlagenforschung sowie der klinischen und pädagogischen Praxis. In: Kraimer, K. (Hg.): Die Fallrekonstruktion. Sinnverstehen in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Frankfurt am Main 2000: Suhrkamp, S. 58-156.

 

 

Luhmann: Zum Verhältnis von Gesellschaft, Mensch und Person

Eine Gesellschaft ist ein soziales System, das alle sozialen Operationen einschließt und alles andere ausschließt. (Luhmann, 2001, S. 13)

Dieses System ist auf der Ebene der eigenen Operationen geschlossen. (ebd.)

Die Operationen, die Gesellschaft reproduzieren, sind Kommunikationen. (ebd.)

Die Gesellschaft besteht nicht aus Menschen! (ebd., S. 21 ff.)

„Weder kann man sagen, daß die Gesellschaft aus Menschen bestehe, denn das würde jetzt heißen, daß alle mikrophysikalischen Operationen ihrer Organismen als gesellschaftliche Operationen ausgewiesen werden müßten. Noch kann man, einen mikrophysikalischen, biochemischen, neurophysiologischen Determinismus einmal unterstellt, daraus ableiten oder gar: damit erklären, wie Menschen in der Gesellschaft zu behandeln sind …“ (ebd., S. 26)

„Die Gesellschaft braucht Formen des Umgangs mit Menschen, die nicht darauf angewiesen sind, daß man entscheiden kann, ob es sich um deterministische oder nichtdeterministische, zufallsabhängig operierende Systeme handelt. (…) Die Form, die es ermöglicht, im Zusammenhang gesellschaftlicher Kommunikation von den Systemdynamiken des Einzelmenschen abzusehen, wollen wir als >>Person<< bezeichnen. Dieser Begriff wird damit durch den Unterschied zum empirischen Menschen definiert. Er wird als Form verwendet, die es ermöglicht, Menschen zu bezeichnen unter Absehen von all dem, was sie als empirische Realität ermöglicht.“ (ebd, S. 28)

„…Personen sind Bedingungen der Fortsetzung von Kommunikation, sind Adressen, Zurechnungspunkte oft auch Erklärungen für Merkwürdigkeiten im Verlauf von Kommunikation.“ (ebd., S. 29)

Luhmann-Modell: Gesellschaft besteht und reproduziert sich aus Kommunikationen. Menschen sind Umwelt des Systems. Anschlussfähig werden Menschen im System durch die Reduktion auf den Begriff der Person.

Zu diskutierende Stelle über Bedeutung des Menschen auf S. 40 f.

 

 

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