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Soziologie der Gewalt

 

Das Proseminar beginnt mit einer Einführung in den Stand, die Perspektiven und Grenzen der Gewaltforschung. Es folgt eine Einführung in die objektiv-hermeneutische Methode der Sequenzanalyse von Ausdrucksgestalten. Nachfolgend werden Protokolle analysiert, in denen - in welcher Form auch immer - eine gewaltförmige Praxis zum Ausdruck kommt.

Die Seminarteilnehmer sind ausdrücklich dazu aufgerufen, sie interessierende Materialien mitzubringen, um diese  gemeinsam in den Sitzungen in vivo zu analysieren. Diese Praxis dient zugleich der Einübung in eine Forschungshaltung.

 

Bedingungen für einen Scheinerwerb

Ein Teilnahmeschein erfordert neben der regelmäßigen Seminarteilnahme die Anfertigung eines Stundenprotokolls als Ergebnisprotokoll. Ein Leistungsschein kann durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur oder eine Hausarbeit erworben werden. In der Hausarbeit soll ein Protokoll unter einer klar konturierten Fragestellung analysiert werden. Der Umfang der Hausarbeit richtet sich nach dem für die Analyse notwendigen Seitenumfang, soll aber grundsätzlich 15 Seiten nicht überschreiten.

 

18.10.2019-14.02.2020

Freitag  von 17.30 bis 19.00 Uhr 

Raum PEG 1G 191

 

18.10

Beginn der Veranstaltung: Einführung in die Thematik -  Zur Einführung wird folgender Text gelesen: Hoebel/Malthaner (2019): Über dem Zenit. Grenzen und Perspektiven situationistischer Gewaltforschung. In: Mittelweg 36, 1-2, S. 3-14.

 

25.10

Methodologische  und methodische Grundlagen der Gewaltforschung. Textbasis:  Oevermann, Ulrich (2000) und (2002):Manifest der objektiven Hermeneutik


 

Nachfolgende Termine


08.11

15.11

22.11

29.11

06.12

13.12

10.01

17.01

24.01

31.01  Klausurterminin

07.02 

14.02  Nachschreibtermin


Literatur 

Baberowski, Jörg (2012): Einleitung: Ermöglichungsräume exzessiver Gewalt. In: Ders. und Gabriele Metzler (Hg.): Gewalträume. Soziale Ordnungen im Ausnahmezustand. Frankfurt am Main: Campus, S. 7-27. 

Collins, Randall (2011): Dynamik der Gewalt. Eine mikrosoziologische Theorie. Hamburg: Hamburger Edition, HIS.

Geertz, Clifford (1987): Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Ders. (1993): Die künstlichen Wilden: Anthropologen als Schriftsteller. München: Carl Hanser.

Imbusch, Peter (2000): Gewalt – Stochern in unübersichtlichem Gelände. In: Mittelweg 36, 2, S. 24-40.

Kühl, Stefan (2017) Gewaltmassen. Zum Zusammenhang von Gruppen, Menschenmassen und Gewalt^. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 67, 4, S. 22-26.

Nunner-Winkler, Gertrud (2004): Überlegungen zum Gewaltbegriff. In: Heitmeyer, Wilhelm/ Soeffner, Hans-Georg (Hg.): Gewalt. Ein Interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: J.B. Metzler, S. 21-61.

Oevermann, Ulrich (2000): Die Methode der Fallrekonstruktion in der Grundlagenforschung sowie der klinischen und pädagogischen Praxis. In: Kraimer, Klaus (Hg.): Die Fallrekonstruktion. Sinnverstehen in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 58-156.

Sutterlüty, Ferdinand (2003, 2. Aufl.): Gewaltkarrieren. Jugendliche im Kreislauf von Gewalt und Missachtung. Frankfurt/New York: Campus Verlag.

Trotha, Trutz von (1997): Zur Soziologie der Gewalt. In: Ders. (Hrsg.): Soziologie der Gewalt. Sonderheft 37 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Opladen u.a.: Westdeutscher Verlag, S. 9-58.

  Werkner, Ines-Jaqueline (2017): Militärische versus polizeiliche
  Gewalt. Wiesbaden: Springer Fachmedien

Wolfgang, Marvin E./ Ferracuti, Franco (1969): The Subculture of Violence. Towards an Integrated Theory in Criminology. London, New York, Sydney u.a.: Tavistock Publications.

 

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