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Soziologie der Gewalt

 

Das Proseminar beginnt mit einer Einführung in die objektiv-hermeneutische Form der Analyse von Ausdruckgestalten. Nachfolgend geht es dann darum, anhand von Protokollen, in denen in welcher Form auch immer eine gewaltförmige Praxis zum Ausdruck kommt, exemplarisch die Leistungsfähigkeit der objektiv-hermeneutischen Sequenzanalyse, dem Herzstück der von Ulrich Oevermann entwickelten Methodologie und Methode der objektiven Hermeneutik, aufzuzeigen. 

Die Seminarteilnehmer sind ausdrücklich dazu aufgerufen, sie interessierende Materialien mitzubringen, um sie gemeinsam in den Sitzungen in vivo zu analysieren. Diese Praxis dient der Einübung in eine Forschungshaltung.

 

Bedingungen für einen Scheinerwerb

Ein Teilnahmeschein erfordert neben der regelmäßigen Seminarteilnahme die Anfertigung eines Stundenprotokolls als Ergebnisprotokoll. Ein Leistungsschein kann durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur oder eine Hausarbeit erworben werden. In der Hausarbeit soll ein Protokoll unter einer klar konturierten Fragestellung analysiert werden. Der Umfang der Hausarbeit richtet sich nach dem für die Analyse notwendigen Seitenumfang, soll aber grundsätzlich 15 Seiten nicht überschreiten.

 

Literatur 

Baberowski, Jörg (2012): Einleitung: Ermöglichungsräume exzessiver Gewalt. In: Ders. und Gabriele Metzler (Hg.): Gewalträume. Soziale Ordnungen im Ausnahmezustand. Frankfurt am Main: Campus, S. S. 7-27. 

Collins, Randall (2011): Dynamik der Gewalt. Eine mikrosoziologische Theorie. Hamburg: Hamburger Edition, HIS.

Geertz, Clifford (1987): Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Ders. (1993): Die künstlichen Wilden: Anthropologen als Schriftsteller. München: Carl Hanser.

Imbusch, Peter (2000): Gewalt – Stochern in unübersichtlichem Gelände. In: Mittelweg 36, 2, S. 24-40.

Kühl, Stefan (2017) Gewaltmassen. Zum Zusammenhang von Gruppen, Menschenmassen und Gewalt^. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 67, 4, S. 22-26.

Nunner-Winkler, Gertrud (2004): Überlegungen zum Gewaltbegriff. In: Heitmeyer, Wilhelm/ Soeffner, Hans-Georg (Hg.): Gewalt. Ein Interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: J.B. Metzler, S. 21-61.

Oevermann, Ulrich (2000): Die Methode der Fallrekonstruktion in der Grundlagenforschung sowie der klinischen und pädagogischen Praxis. In: Kraimer, Klaus (Hg.): Die Fallrekonstruktion. Sinnverstehen in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 58-156.

Sutterlüty, Ferdinand (2003, 2. Aufl.): Gewaltkarrieren. Jugendliche im Kreislauf von Gewalt und Missachtung. Frankfurt/New York: Campus Verlag.

Trotha, Trutz von (1997): Zur Soziologie der Gewalt. In: Ders. (Hrsg.): Soziologie der Gewalt. Sonderheft 37 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Opladen u.a.: Westdeutscher Verlag, S. 9-58.

Werkner, Ines-Jaqueline (2017): Militärische versus polizeiliche Gewalt. Wiesbaden: Springer Fachmedien

Wolfgang, Marvin E./ Ferracuti, Franco (1969): The Subculture of Violence. Towards an Integrated Theory in Criminology. London, New York, Sydney u.a.: Tavistock Publications.